Nächster GEHEIMCLUB am 9. November @ 20 Uhr

Eintagskünstler: Stephan Krawczyk

Foto © Nadja Klier

STEPHAN KRAWCZYK – Liedermacher, Barde, Chansonnier

ist nicht nur ein meisterhafter Kompositeur, der auf kraftvolle wie zarteste Verse anderer kraftvolle und zarte Melodien schreibt – er ist selber ein Dichter, der sich der Welt, die er besingt und beschreibt, nicht nur radikal ausliefert, er reflektiert sie auch radikal: im ästhetischen Spiel wie dramatischen Kommentar, in der Melancholie des Wissenden wie in der Sehnsucht des Naiven.

Biographisches Krawczyk wird Silvester 1955 in Weida/ Thüringen geboren. Nach Abitur und dem Studium der Konzertgitarre an der Franz-Liszt-Hochschule in Weimar ist er seit 1980 freiberuflicher Sänger. 1981 gewinnt er den Nationalen Chansonwettbewerb der DDR, zieht 1984 nach Berlin, Hauptstadt. Im selben Jahr beginnt er zu schreiben, im Jahr darauf wird ein Berufsverbot über ihn verhängt. Er tritt gemeinsam mit Freya Klier in Kirchen auf, wird zur Symbolfigur der DDR-Bürgerbewegung. Am 17.1.1988 verhaftet der Stasi den oppositionellen Künstler und schiebt ihn 16 Tage später in den Westen ab.Im selben Jahr, nun in Westberlin, gründet Krawczyk die Bürgerinitiative „FCKW Stop! Jeder Tag zählt“. Konzerttourneen führen ihn durch den deutschsprachigen westeuropäischen Raum, nach Nordamerika, Frankreich, Spanien, Italien. Er schreibt das Buch „SCHÖNE WUNDE WELT“, das im Jahr der Wiedervereinigung veröffentlicht wird.
1991 entsteht die Erzählung „Mein Vater“, für die Krawczyk 1992 die Bettina-von-Arnim-Literaturpreis erhält. Im selben Jahr fährt er in das Bürgerkriegsland Somalia.
Neben fortwährender Konzerttätigkeit schreibt er an seinem ersten Roman „Das irdische Kind.“ Das Buch erscheint 1996.
Seitdem diverse Veröffentlichungen auf musikalischem und literarischem Gebiet – CDs, Romane, Erzählungen, Opernlibretti, Theaterstücke, Satiren („Das Wendedankfest“) und natürlich Gedichte und Lieder. 2017 sind seine Liedtexte erschienen „Der Sommer hatte hohe Zeit“, 2018 die aktuelle CD Wenn die Wasser Balken hätten – als «Audiographie».
Reisen, Tourneen: „Ich liebe die DDR – grenzenlos“. Krawczyk lebt mit seinem Sohn Marvin (2004) in Berlin.

Presse:
„Zwei Dinge sind klar nach den ersten Liedern: Krawczyk ist ein begnadeter Gitarrist. Mit der deutschen Sprache kann er so gut wie Lindenberg oder Brecht. (…)
Krawczyk ist keiner von den Ewigen, die auch 28 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung noch immer die Dissidentenkeule ins Vergangene schleudern. Vielmehr ist er ein im Heute lebender singender Philosoph,humorvoller Denker, fulminanter Wortakrobat, schreibender Träumer und stets ein virtuoser Musiker.“ (OTZ)

CD Kritik: http://hinter-den-schlagzeilen.de/alexanders-cd-tipp-der-woche-stephan-krawczyk-wenn-die-wasser-balken-haetten

https://www.stephan-krawczyk.de

Herzlich willkommen!

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UNTERGRUNDMUSEUM U 144 Linienstrasse 144 in Berlin-Mitte

Tagesmitgliedschaft für den Privatclub unter geheimclub(at)annika-von-trier.com

(Begrenzte Platzzahl)


Der GEHEIMCLUB findet seit dem 9. November 2014 fast jeden 9. im Monat (außer im Sommer) um 20 Uhr im Untergrundmuseum statt mit auserlesenen und belesenen Eintagskünstlern, die die Gründerin & Gastgeberin AnniKa von Trier einlädt

Bisher zu Gast waren Tanja Dückers (Autorin), Stefan Schwietert (Filmemacher), Johannes Jansen (Schriftsteller), Volker Koepp (Filmemacher), Maurice Maggi (Floraler Anarchist), Mex Schlüpfer (Gesamtkunstwerk), Yvonne Kuschel (Zeichnerin & Autorin), Uta Ackermann (Dichterin), Georg Kostron & sein Manager (Dada-Rockmusiker), Walfriede Schmitt (Schauspielerin), Barbara Thalheim (Liedermacherin), Andrea Schramm & Jana Matthes (Dokumentarfilmerinnen), Christa Spannbauer (Autorin, Filmemacherin), Gabriele Stötzer (Autorin), Joerg Waehner (Schriftsteller), Kalle Mews (Schlagzeuger), Chris Pichler (Schauspielerin), Tina Bara (Foto- und Videokünstlerin), Matthias Friedrich Mücke (Grafiker & Buchkünstler), Peter Zach (Filmemacher), Bobo (Sängerin), Steve Binetti (Original), Beck (Caroonist), Yoyo Röhm (Musikurgestein), Suse Wächter (Puppenspielerin), Ginka Steinwachs (Wortfee & Sprachkünstlerin)

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Georg Kostron & sein Manager © R. Goerss – Mit Johannes Jansen © J. Waehner

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Mit Maurice Maggi © Hendrik Rauch  – Mit Tanja Dückers © Joerg Waehner

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Im Gespräch mit Stefan Schwietert © Kruno Vrbat – Mit Tina Bara © Peter Zach

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Mit Matthias Friedrich Mücke © Michael Tauchert – Filmemacher Peter Zach © privat

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Bobo © Jarek Raczek                                Suse Wächter mit Sigmund Freud © Thea Weires

Ginka Steinwachs © Joan Bestard

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UNTERGRUNDMUSEUM Das U144 ist ein kleines, subversives Fragezeichen unter den monumentalen Größenordnungen der Berliner Museumslandschaft, 1995 initiiert von dem Ostberliner Künstlerpaar Rainer Görß und Ania Rudolph. In dem ehemaligen Souterrain des Hauses von 1795 befinden sich 9 Themenräume als unterirdisches Raumlabyrinth. Es ist ein historischer Ort an dem sich Gegenwarts-Kunst und Geschichte begegnen, mit einer Bar, an der sich hausgemachte Fruchtsäfte von Rügen mit selbst gebranntem Löwenzahn- und Quittenschnaps treffen. www.untergrundmuseum.de

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Museum U 144Museum U 144

© Rainer Görß

badekappegeheim

© Heiner Jensen