Termin Informationen:

  • Mi
    22
    Jan
    2020

    «Was du nicht siehst...» - Musik zur Ausstellung

    17.30 UhrSparkasse MOL, Große Straße 2, 15344 Strausberg

    Vernissage mit Musik

    was du nicht siehst

    abstrakt

    vom Umgang mit der Freiheit nach dem Krieg

    Nach Diktatur und Kriegsende 1945 nahm die bildende Kunst im zweigeteilten Deutschland unterschiedlichen Verlauf. Die zurückgewonnene Freiheit wollte Neubeginn und Dauer, die weder im Westen noch im Osten hielt. Indem auf der einen Seite abstrakte Kunst als Inbegriff von Freiheit favorisiert wurde und lange der Figuration als überlegen galt, wurde sie noch bis in die 1970er Jahre unausgesprochen zu einem Muss, um sich von Formensprachen in Nationalsozialismus und Kommunismus abzugrenzen. Im anderen Teil Deutschlands nahm die Entwicklung eine entgegengesetzte Richtung. Max Schwimmer schrieb 1946, dass man ordentlich spüre, „wie ungehemmt sich die Talente der neuen Freiheit bedienen und wie wohl ihnen dabei ist, ihren Schöpfungslaunen nachgehen zu können, ohne den Kunstpolizeibüttel fürchten zu müssen“. Schon bald legte sich die offizielle Kunstpolitik auf Figur und Gegenständlichkeit fest. Wer nun abstrakte Bilder malte, bekam Schwierigkeiten und wurde oft daran gehindert, seine Werke öffentlich zu machen. Dennoch gab es einige im Osten, die an ihrem künstlerischen Wollen festhielten und es sogar schafften, ihre Werke offen in Ausstellungen zu zeigen ... Nach dem Fall der Mauer 1989 kam es wiederum zu Wendungen. Eine neue und erweiterte künstlerische Freiheit gilt seither im ganzen Land. Die jüngeren Bildner mit frischem Blick wandern durch Deutschland, gehen in die Welt. Und die Welt wiederum schickt Künstler im Austausch nach Berlin und Brandenburg. Aus der gegenwärtig verfügbaren großen Breite der künstlerischen Stile und Verfahren wird mit unserer Ausstellung ein besonderer Impulse gebender Ausschnitt betrachtet: Eine Auswahl abstrakter Werke, jenen also, die auf die Nachahmung der Wirklichkeit verzichten ...  

                                                                         © 2019 Anke Zeisler

    Die Veranstaltung ist in Strausberg

    Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse MOL, Große Straße 2, 15344 Strausberg

    Mittwoch, 22.1.2020, um 17.30 Uhr

    Beteiligte Künstler sind:

    horst bartnig

    Ernst Baumeister

    Susanne Britz

    Frank Diersch

    Marta Djourina

    Hermann Glöckner

    Dieter Goltzsche

    Hans-Hendrik Grimmling

    Daniel Grüttner

    Christine Hielscher

    Jainem Jeong

    Arnd Kaestner

    Katrin Kampmann

    Harald-Alexander Klimek

    Eckhard Koenig

    Natascha Mann

    Sophie Natuschke

    Karin Ohlsen

    Helmut Senf

    Henry Stöcker

    Strawalde

    Erika Stürmer-Alex

    Songwen Sun-von Berg

    Dorit Trebeljahr

    Michael Voll

    Robert Weber

    Karla Woisnitza